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Fluglärm und Nachtflug: Ein bundesdeutsches ProblemDie in Hondelage in der Drogerie Dies & Das, Ackerweg, und im Kiosk Smat, Dammstrasse, ausliegende bundesweite Unterschriftenaktion richtet sich gegen eine auf bundesdeutscher Ebene von der Flughafenlobby geforderte und geförderte Reduzierung des Schutzes der Bevölkerung vor Fluglärm und Nachtflug.
Jeder Hondelager, selbst die Befürworter der Startbahnverlängerung, müssten diese Unterschriftenaktion und damit die Beibehaltung der bisherigen Gesetzgebung als Mindestschutz vor Fluglärm und Nachtflug mit ihrer Unterschrift unterstützen.
Am hiesigen Flughafen, der primär der Forschung und daneben dem primär VW-orientierten Geschäftsverkehr dienen soll, kann es keine Notwendigkeit für Nachtflug geben. Gerne nachts stattfindenden Logistik- und/oder Charter-Verkehr soll es ja laut Flughafengesellschaft in Braunschweig keinesfalls geben. Und das Top-Management eines Weltkonzerns wird es wohl kaum als mit der weltweit angestrebten „ökologische Führerschaft“ vereinbar finden, dass ca. 20.000 Einwohner in der östlichen (alternativ genauso viele in der westlichen) Einflugschneise mitten in Nacht geweckt werden, damit Top-Konzernmanager 30 Minuten Autofahrt vom in der Nacht offenen Flughafen Hannover sparen. Angesichts der sturen Ablehnung eines Nachtflugverbotes seitens der Flughafengesellschaft und ihrer Hauptvertreter, nämlich der Stadt Braunschweig und der Volkswagen AG, sind die Bürgerinitiativen wie auch Mitstreiter in Oppositionsparteien im Rat der Stadt weiterhin gefordert, sich für die Bürgerinteressen einzusetzen: Nach einer erfolgten Startbahnverlängerung geht es bei der Gestaltung der Folgen und deren Nutzung auch um die Interessen der davon betroffenen Anwohner und nicht nur um die einer Lobbygruppe. Besonders erwähnenswert ist, dass in Braunschweig nachts Lärmwerte zugelassen sind, zu denen in Hannover kein Flugzeug nachts landen darf.
Lobbyismus ist eine der Hauptursachen für die Unzufriedenheit der Bürger mit den Ergebnissen der politischen Arbeit. Unter Einsatz großer finanzieller Mittel setzen Interessengruppen ihre meistens wirtschaftlichen Wünsche durch. Kaum erkennbar sind dabei gesteuerte Nachrichten oder bezahlte „Studien“. Auffällig wurde nach der letzten Bundestagswahl die Wirkung von Spenden, als die neue Bundesregierung sich zeitnah an die Gesetzgebung machte.
Leider hat die große Mehrheit der Bürger keine solche Lobbygruppe, weshalb man diese Gelegenheit nutzen sollte, mal seine Meinung – hier sogar in einer bundesweiten Aktion – mit einer Unterschrift zu bekunden.
Frank Gundel u. Uta Ernst BI Flughafen, Hondelage
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